Schon einmal Ahnenarbeit gemacht?
Kennst du deine Ahnen und Ahninnen?
Wie heißen deine Ahnen, wo sind sie geboren und gestorben? Wo haben sie gelebt und was haben sie im Leben gemacht? Haben sie dir etwas hinterlassen? Hast du ein Foto von ihnen oder Briefe, die sie verfasst haben? Werden in deiner Familie Geschichten über sie erzählt und hast du dir schon einmal überlegt sie niederzuschreiben? Kann es sein, dass du einem Ahnen oder Ahnin ähnlich aussiehst?
Wie viel Zeit in deinem Leben hast du für die Erkundung deiner Vorgefahrenen bereits investiert? Kennst du deine Wurzeln und die Lebensgeschichten deiner Großeltern, der Elter deiner Großeltern (Urgroßeltern), der Eltern deiner Urgroßeltern (Ur-Urgroßeltern)? Die Auseinandersetzung mit deinen Ahnen und Ahninnen ist wertvoll und wichtig. Es kann dir helfen dich weiterzuentwickeln und aus Mustern, die sich laufend wiederholen und vielleicht von einem Vorgefahrenen stammen, auszusteigen. Die Beschäftigung mit deinen Ahnen und Ahninnen bietet dir die Möglichkeit du selbst zu sein und deinem Leben deine persönliche Note zu verabreichen.
Die Epigenetik beschreibt jene Prozesse, welche die Aktivität unserer Gene beeinflussen. Dabei erklärt sie, dass Erfahrungen und Traumata nicht nur psychologisch, sondern auch biologisch weitergegeben werden. Emotionale Erlebnisse, Stress und Umwelteinflüsse können das Erbgut beeinflussen und nicht nur das, sie werden auch an die nachfolgenden Generationen weitergegeben.
- Vier Generationen in einer Familie bedeutet den Blick auf dich, deine Eltern, deine Großeltern und deine Urgroßeltern zu wenden. Das sind 15 Menschenleben, 15 Biografien von Chancen und Herausforderungen in einem Zeitraum von 120 bis 140 Jahren.
- Sieben Generationen sind die Geschichten von 63 Menschenleben und genealogisch, also in der Ahnenforschung, entsprechen sieben Generationen 210 bis 245 Jahre. Vor sieben Generationen gab es noch kein elektrisches Licht, dafür gab es den Lichtputzer, der die Straßenlaternen mit Gas oder Öl entzündete. Kartoffeln waren in Europa noch nicht überall akzeptiert und die Wahrscheinlichkeit, dass eine Frau an Kindbettfieber hinweggerafft wurde, war hoch. Welches Leben führten deinen Ahnen und Ahninnen zu jener Zeit? Welche Ziele, Träume aber auch Ängste und Sorgen hatten sie?
Wisse, wenn du es heute in die Gegenwart geschafft hast, ist es, weil vor dir deine Vorgefahrenen sich durchs Leben gekämpft haben und das Leben auch weitergegeben haben. Deine Ahnenlinie ist mehr als eine biografische und genetische Herkunft, sondern ein energetisches Netz, das Lebenserfahrungen, Informationen, Muster deiner Vorfahren in sich trägt und es bis zu dir weiterreicht. Ahnenarbeit und hier vor allem durch systemische Aufstellungsarbeit ermöglicht deinen Vorgefahrenen näher zu kommen, sie zu verstehen, das Unausgesprochene anzusprechen und damit eine neue Verbindung zu deinen Ahnen und Ahninnen aufzubauen.
Finde hier einen Stammbaum zum Durchstarten. Fülle ihn aus und sammle die Geschichten deiner Familie. Solltest du dir das eine oder andere Thema in deiner Familie ansehen wollen, dann probiere es doch mit einer systemischen Familienaufstellung. Du kannst Aufstellungen zum Beispiel im Institut Genese in Wien machen.
Buchempfehlungen für die Ahnenarbeit:
- Das Aufstellungsbuch: Familienaufstellung, Organisationsaufstellung und neueste Entwicklungen von Peter Klein, Sigrid Limberg-Strohmaier, Florian Hencke von Donnersmarck
- Costellazioni familiari sciamaniche, storie dai giardini della preesistenza, von Luciano Silva
- La forza dei campi morfici. Nuove costellazioni e arte, Tecniche Nuove, von Falvo Perla Gianni
- Selbstermächtigung: Die Offenbarung des zutiefst Weiblichen – Die Lehren der Großmütter von Sharon McErlane
- Unsere Liebe ist unsere Macht: Mit dem Lichtnetz arbeiten – Die Lehren der Großmütter 2 on Sharon McErlane
- Wir alle: Eine Reise zurück zu unseren Anfängen von Heike Faller (Autor), Valerio Vidali (Autor, Illustrator)


